Mediation am Schloss Seefeld

Strand mit Krebspuren im Sand

Konflikt zwischen Besteller und Lieferanten über die Qualität einer Leistung

Ein produzierendes Unternehmen bestellt ein Gerät, welches dem Schutz der Mitarbeiter dienen soll. Das Gerät wird vom Lieferanten geliefert, die zuständige Berufsgenossenschaft akzeptiert es jedoch nicht, weil es aus ihrer Sicht den erforderlichen Schutz nicht vollständig gewährleistet. Der Sicherheitsbeauftragte des Unternehmens versucht mit dem Lieferanten über eine Nachbesserung zu verhandeln. Der Lieferant ist jedoch nur gegen Entgelt bereit, eine Nachbesserung vorzunehmen, weil er der Ansicht ist, dass er nach den Spezifikationen geliefert hat. Weiterhin verlangt er die vollständige Bezahlung der Rechnung. Eine lange Korrespondenz zwischen den Rechtsabteilungen der Unternehmen beginnt. Der Sicherheitsbeauftragte des Unternehmens wird immer mehr von der Geschäftsführung unter Druck gesetzt, weil der Arbeitsplatz mit dem Schutzgerät dringend benötigt wird. Der Sicherheitsbeauftragte sieht das Problem mehr bei der Berufsgenossenschaft und versucht diese zu überzeugen, dass das Gerät doch geeignet sei, den notwendigen Schutz zu gewährleisten. Er schreibt lange, fachlich gut begründete Briefe an die Berufsgenossenschaft, aber es bewegt sich nichts. Das Unternehmen kann einen Auftrag nicht fristgerecht ausführen, weil der Arbeitsplatz erst ein Jahr später als geplant zur Verfügung steht. Es muss eine Vertragsstrafe in Höhe von € 20.000,- an seinen Kunden zahlen und verliert einen Folgeauftrag.